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Jahresbericht 2009

 

 

DRS2: Studio 2 - Jazzproduktionen

  • DRS2: Studio 2 wird nicht mehr für Jazzproduktionen benützt, aber die Direktion verpflichtet sich, zwischen 30 oder 40 Jazzproduktionen pro Jahr in externen Musikstudios aufzunehmen

 

Am 8. Dezember hat das SMS einen Brief an die Geschäftsleitung von DRS2 geschrieben, um Erläuterungen über die Schließung des Aufnahmestudios 2 für Jazzproduktionen zu bekommen. Das SMS hat unterstrichen, dass eine Reduktion der Anzahl der DRS2-Jazz-Produktionen ein einschneidender Schlag gegen die Schweizer Jazzszene wäre, von dem sie sich kaum erholen würde. Es wurde auch mitgeteilt, dass die Leistung, die Radio DRS durch dieses Angebot für den Schweizer Jazz erbrachte, maßgeblich zur internationalen Wahrnehmung und zum Ansehen von Schweizer Radio DRS beiträgt und dass sie von den Schweizer Jazzmusikern/innen seit Jahren sehr geschätzt wird. Das Schweizer Musik Syndikat versteht diese Leistung als Service Public, mit dem Radio DRS seinem Kulturauftrag nachkommt.

 

Iso Rechsteiner, Direktor des Schweizer Radio DRS, hat in einem Schreiben bestätigt, dass wegen der Fusion von Radio und Fernsehen in der Deutschschweiz das Studio 2 nicht mehr für Jazzproduktionen sondern für die Kinderredaktion benützt wird. Er erklärt aber: „Wir sind uns der Bedeutung des Musikstudio 2 für die Schweizer Jazz-Szene durchaus bewusst. Wir haben Verständnis für die Verunsicherung der Jazzmusiker (...) An unserem Engagement für den Schweizer Jazz ändert dies jedoch nichts. Wir werden auch inskünftig zwischen 30 und 40 Jazzproduktionen pro Jahr haben. Diese werden inskünftig jedoch in externen  Musikstudios aufgenommen. Wir arbeiten aber daran, die Postproduktion im Haus zu behalten. Ihre Befürchtung, dass SR DRS damit die Jazzproduktionen schrittweise abschafft und bei der nächst möglichen Gelegenheit ganz opfert, halte ich für nicht begründet. Wir werden unser gesamtes Programmangebot auch inskünftig strategisch überprüfen und weiter entwickeln.“