Jazz- und improvisierende Musiker und Musikerinnen in der Westschweiz - Bestandesaufnahme und Perspektiven
Der Bericht «Jazz- und improvisierende Musikerinnen und Musiker in der Westschweiz - Bestandesaufnahme und Perspektiven» wurde in Juni 09 durch Christian Steulet auf Mandat des SMS erstellt. Der Autor befragte eine repräsentative Stichprobe von zwölf Berufsmusikerinnen und -musikern aus der Westschweizer Szene des Jazz und der improvisierten Musik über Ausübung ihres Berufs. Der Bericht wird vervollständigt durch ein Interview mit Josiane Aubert, Nationalrätin und Mitglied der «Parlamentarischen Gruppe Musik», die sich mit zentralen Themen der Schweizer Kulturpolitik befasst.
Die Antworten liefern eine Bestandesaufnahme der Lage der Westschweizer Musikerinnen und Musiker (Heterogenität der beruflichen Aktivitäten, wirtschaftliche Unsicherheit, Berufsstatus, soziale Sicherheit) und gibt Empfehlungen aus der Basis (vermehrte Informationen an die Mitglieder, Erhöhung der Anzahl gewerkschaftlich organisierten Mitglieder, Suche nach Zusammenarbeitssynergien mit anderen aktiven Vereinigungen, verstärkte Lobbyarbeit in der Politik). Das Interview mit Josiane Aubert gibt seinerseits einen Einblick in die Prozesse des «Schweizer Geistes», in die Kulturpolitik und in die Entscheidungsprozesse. Josiane Aubert spricht unter anderem über die «Initiative Jugend + Musik», das Kulturförderungsgesetz, das Steuerungssystem der Pro Helvetia und über die Evolution der Kulturunterstützung durch die öffentliche Hand. Sie gibt ebenfalls Empfehlungen für die Steigerung der beruflichen Anerkennung der Kulturschaffenden.
Das SMS berücksichtigt die Ergebnisse des Berichts bereits bei der Suche nach neuen Strategien der Zusammenarbeit mit anderen Vereinigungen (Musikerverband, Berufsvereinigungen, Hochschulen) sowie bei der Verstärkung seiner Präsenz in der Westschweiz (Wahl eines Westschweizers im Posten des Zentralsekretärs, Info-Stand an bedeutenden Festivals, Werbeinserate).